FAQ

Häufig gestellte Fragen

Wenn vor dem Kreditantrag keine SCHUFA Selbstauskunft eingeholt wurde, sollte dies nach einer Ablehnung durch die Bank nachgeholt werden. Ein beträchtlicher Prozentsatz der SCHUFA Datensätze weist Fehler auf.

Unrichtige Negativmerkmale, aber auch fehlende Positivmerkmale (zum Beispiel ordnungsgemäß zurückbezahlte Kredite, seit langem bestehende Vertragsverhältnisse etc.) können die Bonität schlechter aussehen lassen, als sie tatsächlich ist. Die SCHUFA ist verpflichtet, unzutreffende Einträge umgehend zu korrigieren. Verbraucher können auch fehlende Informationen (Positivmerkmale) nachmelden.

Geht die Ablehnung des Kreditantrags nicht auf eine negative SCHUFA Auskunft zurück, ist in der Regel ein zu niedriges Einkommen ursächlich. Dann kann ein zweiter Kreditnehmer bei der Bewilligung des Kredits helfen.

Häufig reicht es auch, eine längere Laufzeit zu wählen, und dadurch die monatliche Belastung zu reduzieren.

Alleinstehende ohne Unterhaltsverpflichtung zu müssen ein monatliches Nettoeinkommen von ca. 1.100 € nachweisen können. Dieser Wert gilt für Angestellte und Beamte und für Kreditbeträge im vierstelligen Bereich.

Bestehen gegenüber anderen Personen Unterhaltsverpflichtungen (zum Beispiel Kinder, Ex-Partner) ist ein höheres Einkommen erforderlich. Das gilt auch, wenn der Kreditnehmer besonders hohe Ausgaben tragen muss oder einen fünfstelligen Kreditbetrag wünscht.

Bei Selbstständigen liegt das erforderliche Mindesteinkommen in der Regel deutlich höher. Je nach Bank beträgt es 1.600 bis 2.500 €. Das liegt daran, dass Selbständige aus ihrem nominellen Nettoeinkommen weitere obligatorische Belastungen decken müssen. Dazu zählen zum Beispiel die private Krankenversicherung und die Altersvorsorge.

Als Faustregel gilt: nach Abzug aller Fixkosten sowie der Lebenshaltungskosten und der Monatsrate für den Kredit muss noch immer ein gewisser Spielraum im Budget verbleiben.

Die SCHUFA Konditionenanfrage ist eine Option für Banken, die bei der SCHUFA Daten über einen Kreditinteressenten einholen. Anders als bei der Kreditanfrage wirkt sich die Konditionenanfrage nicht auf die Bonität des Antragstellers aus.

Es können – zum Beispiel im Rahmen eines Kreditvergleichs – mehrere Konditionenanfragen binnen kürzester Zeit gestellt werden, ohne dass sich die Kreditwürdigkeit verschlechtert. Werden hingegen mehrere Kreditanfragen in kurzer Zeit gestellt, führt das zu einer Verschlechterung der Bonität.

Die Konditionenanfrage dient dazu, bei Krediten mit bonitätsabhängiger Verzinsung den individuellen Zinssatz in Erfahrung zu bringen. Banken holen bei der Konditionenanfrage zum einen Informationen über mögliche Negativmerkmale ein, zum anderen beziehen sie den Scorewert, den die Auskunftei für alle ihre Vertragspartner berechnet und der die statistische Wahrscheinlichkeit eines Kreditausfalls angeben soll.

Der repräsentative Zinssatz ist seit Juni 2010 eine verpflichtende Angabe für Banken, Kreditvermittler und Betreiber von Internetseiten. Banken müssen bei bonitätsabhängig verzinsten Krediten einen Zinssatz angeben, den zwei Drittel der Kunden auch tatsächlich erhalten.

Der Gesetzgeber wollte damit der früher üblichen Lockvogeltaktik einen Riegel vorschieben, bei der mit optisch niedrigen Zinssätzen geworben wurde, die in der Praxis aber nur für einen geringen einstelligen Prozentsatz der Antragsteller tatsächlich erhältlich waren.

Der repräsentative Zinssatz ist laut Gesetz in Kombination mit einem vollständigen Rechenbeispiel anzugeben, bestehend aus:

  • Kreditbetrag
  • Laufzeit
  • Effektivzins
  • Gebundenem Sollzins
  • Bearbeitungs- und Vermittlungsgebühren

Selbstverständlich – oft ist das auch ratsam. Die Kreditvergabe ist in keinem Fall an den Abschluss einer Restschuldversicherung gebunden. Dies wäre gesetzlich gar nicht zulässig. Bei Kredit und Versicherung handelt es sich um zwei separate Verträge, die (auch wenn es in der Praxis meistens anders ist) bei zwei unterschiedlichen Banken abgeschlossen werden können.

Insbesondere ist es auch nicht erforderlich, stets eine Versicherung gegen die drei Risiken Arbeitslosigkeit, Berufsunfähigkeit und Tod abzuschließen. Es ist auch möglich, nur einen Todesfallschutz zu vereinbaren und dadurch die Hinterbliebenen zu schützen. Derselbe Schutz kann durch den Abschluss einer reinen Risikolebensversicherung in der Höhe des Kreditbetrags erreicht werden.